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Frühe Feindiagnostik ggf. mit Ersttrimesterscreening

Bei dieser Untersuchung, die zwischen der 13. und der 14. SSW durchgeführt wird, wird zum einen untersucht, ob die Organe des Kindes normal angelegt sind; zu diesem Zeitpunkt lassen sich 50% der schweren angeborenen Fehlbildungen ausschließen.

Außerdem wird beim Ersttrimesterscreening mitunter die sogenannte Nackentransparenz gemessen, ein Flüssigkeitssaum, den man bei jedem Kind in dieser Schwangerschaftswoche sieht und der bei Ungeborenen mit angeborenen Erkrankungen wie z.B. einem Herzfehler, Trisomien, wie die Trisomie 21 (Down-Syndrom), und einer Vielzahl anderer Erkrankungen oft verbreitert ist. Mit Hilfe eines Computerprogramms lässt sich aus der Nackentransparenz, dem mütterlichen Alter und dem Nachweis von zusätzlichen Ultraschallmarkern das individuelle Risiko für das Vorliegen einer Trisomie errechnen. Diese Risikoberechnung wird noch genauer, wenn hierfür zwei Werte aus dem mütterlichen Blut vorliegen (freies ß-HCG und PAPP-A). Wir empfehlen, dass Sie diese Blutentnahme ca 2 Wochen vor dem Ultraschalltermin bei uns durchführen lassen, da die Werte zu diesem Zeitpunkt am aussagekräftigsten sind.

Meist errechnet sich ein niedriges Risiko. Wenn das individuelle Risiko sehr hoch ist, muss entschieden werden, ob die Chromosomen des Kindes über eine Chorionzottenbiopsie oder eine Amniozentese (Fruchtwasserpunktion) untersucht werden sollen. Mit diesen invasiven Methoden kann eindeutig geklärt werden, ob die Chromosomen des Kindes unauffällig sind. Ist das Risiko etwas erhöht, kann die Abklärung auch über eine Blutentnahme bei der Mutter erfolgen durch den sogenannten nichtinvasiven pränatalen Test (NIPT). Sollte dieser auffällig sein, muss er immer über eine Fruchtwasseruntersuchung bestätigt werden.

Durch Ultraschall allein können ca 75% aller Feten mit Down-Syndrom erkannt werden, mit den Blutwerten aus dem mütterlichen Blut erhöht sich die Erkennungsrate auf 85-90%.

Die Funktion der Plazenta und das Risiko für eine Präeklampsie („Schwangerschaftsvergiftung“) lässt sich über die Messung des Blutflusses zur Gebärmutter und die oben genannten Blutwerte beurteilen. Bei Problemen kann niedrig dosiertes Aspirin die Plazentaentwicklung positiv beeinflussen, allerdings nur, wenn damit vor der 16. Schwangerschaftswoche begonnen wird.

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